k 30Ein Rückblick von
Jürgen Lydorf

Wildnarzissen im Deutsch-Belgischen Grenzgebiet

am 14.04. 2018

k 30

Wanderführer: Jürgen Lydorf

Wanderstrecke 16 km

Einkehr: Gaststätte „Dorfschänke“ in Hollerath

Die Wildnarzisse hatte ursprünglich im westlichen Mitteleuropa ihr Verbreitungsgebiet. In Deutschland kommt sie heute nur noch in der Eifel und im Hunsrück vor.
Viele Millionen wilder Narzissen verwandeln die Talwiesen im Deutsch-Belgischen Naturpark, einem der letzten und größten Vorkommen in Mitteleuropa, jedes Jahr in ein einzigartiges gelbes Blütenmeer. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkarme, magere Feuchtwiesen.
600 Jahre lang wurden die Wiesenflächen zur Heugewinnung genutzt. In den 1950er Jahren lohnte sich jedoch die Heunutzung nicht mehr und die Talwiesen wurden mit Fichten aufgeforstet. Die wachsenden Fichtenwälder verdrängten die Wiesenblumen und damit auch die Artenvielfalt. Zum Schutz der Wildnarzissen und Bachtäler wurde 1976 ein Naturschutzgebiet ausgewiesen. Als erstes wurden die Fichten in den Tälern entfernt, damit der Artenreichtum wieder zunehmen konnte. Damals hatte das Land NRW über 50 Hektar gekauft und renaturieren lassen.
Von Landwirten wird das Gebiet nun extensiv genutzt – es darf nicht gedüngt werden und es wird nur einmal spät im Jahr gemäht.
Allerdings ist es schwierig, den richtigen Zeitraum der Blüte zu erwischen, da das Naturwunder nur wenige Wochen dauert und sehr vom Klima abhängt ist.

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